Universitätszentrum für Umweltwissenschaften (UZU)
SUREMA-Netzwerk - Internationales Qualitätsnetzwerk "Sustainable Resources Management"
Projekttitel DNA-gebundene Lipide, chemisch-analytische Untersuchungen
Projektbearbeiter Dr. Kraus, D. Kern, N. Haupt, A. Shymirina, Prof. Dr. Zhdanov
Projektleiter Prof. Dr. Wilhelm Lorenz
Thementyp Drittmittelprojekt
Mittelgeber Humboldt-Stiftung
Projektlaufzeit 01.07.2003 - 30.06.2006
SchlagwörterLC/MS, GC/MS, DNA-bound lipid

Kurzbeschreibung
Chemisch-analytische Untersuchungen der an die DNA gebundenen Lipidfraktionen mit Hilfe von GC/MS- und LC/MS-Methoden. Die Zusammensetzungen der beweglichen und gebundenen DNA-Lipide von Rattengewebe (Thymus, Milz und Leber) wurden untersucht. DNA-gebundene Lipide von Ratten mit Hyperhomocysteinämie (verursacht durch einen Folsäuremangel) wurden verglichen mit DNA-gebundenen Lipiden gesunder Ratten. Erhöhte Homocystein-Plasmakonzentrationen sind ein unabhängiger Risikofaktor für arteriosklerotische Gefäßveränderungen. Der DNA-Lipidkomplex wurde isoliert mittels phenolischer Extraktion und die verschiedenen DNA-Lipidfraktionen abgetrennt nach der Methode von Bligh & Dyer. Die DNA-gebundenen Lipide wurden analysiert als FAME nach Methylierung mittels GC-MS und LC-MS. Jede dieser Messmethoden wurde für die präparierten Mikroproben entwickelt und die Bedingungen optimiert. Die einzelnen Fettsäuren wurden in Derivate niedrigeren Schmelzpunktes mittels TMSH umgewandelt. Als Standard für die GC-MS-Analytik wurde ein 37-Komponenten (C4-C24) FAME-Mix (Supelco) verwendet. LC-MS Analytik wurde als eine zweite unabhängige analytischen Methode genutzt, um ausgewählte Fettsäuremethylester (C17:1, C20:0, C20:1, C20:3n3, C20:4n6, C22:2 und C24:1) zu quantifizieren. DNA-gebundene Lipide von Ratten mit Hyperhomocysteinämie besitzen einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, vor allem solche aus der ω-6-Familie. Die Konzentration an C18:2n6 der beweglichen Lipide der Leber von erkrankten Ratten sind um 300 % gegenüber den Kontrollproben angestiegen. Solche ω-6-Fettsäuren senken den HDL-Spiegel der Serumlipide bei einem gleichzeitigen Anstieg der LDL-Konzentration. Da in einigen Proben relativ hohe Konzentrationen an FAME nachgewiesen wurden, wäre eine Erweiterung des Kalibrierbereiches sicherlich sinnvoll. Zur weiteren Optimierung der LC-MS-Methode wäre eine Erhöhung der Probenmenge notwendig, um Mehrfachbestimmungen analog zur GC-MS-Analytik durchführen zu können. Auch weitere Referenzmaterialien, speziell gesättigte Fettsäuren, könnten zur Überprüfung der GC-MS-Resultate mit in die LC-MS-Analytik einbezogen werden.

Anmerkungen
weitere Mittelgeber: FEMS Research Fellowship und Eigenmittel

Kooperationspartner
Extern
  • Russian Academy of Medical Science, Institute of General Pathology and Pathological Physiology, Prof. Dr. R. Zhdanov

Kontakt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Naturwissenschaftliche Fakultät II
Institut für Chemie

Prof. Dr. Wilhelm Lorenz
Kurt-Mothes-Str. 2
06120 Halle (Saale)

Tel.: +49 (0)345 55-25733
Fax: +49 (0)345 55-27340
wilhelm.lorenz@chemie.uni-halle.de