Extrembedingungen (hohe Salzgehalte und starke Temperaturschwankungen) können zur Reduzierung der Stoffwechselaktivität von Mikroorganismen führen. Bei der biologischen Abwasserreinigung hat dies zur Konsequenz, dass bei vorgegebener Reinigungsleistung ( Einhaltung von Grenzwerten) die Verweilzeit des Abwassers im Reaktor und demzufolge das Reaktorvolumen zunehmen muss. Im Rahmen der Arbeit ist zunächst der Stand des Wissens zu analysieren und darzustellen. Im Einzelnen sind folgende Aspekte zu betrachten:1. Quantifizierung der Reaktionsgeschwindigkeiten (C-Abbau, N-Oxidation, N-Abbau) in Abhängigkeit von wirkenden Faktoren Temperatur (5-35°C) und Salzgehalt (=,5 -39 g/l)2. Wirkungen von periodischen Schwankungen, insbesondere der Salzkonzentration, auf die Stoffwechselaktivität der Mikroorganismen3. Adaptation von Mischpopulationen an die Extrembedingungen4. Herausarbeitung methodischer Vorgehensweisen (z.B. Charakterisierungsmethoden für Mikroorganismen) bei der Verfolgung der Adaptation.Bei der Analyse sollen vor allem mögliche Besonderheiten immobilisierter Mikroorganismen herausgearbeitet werden.Insbesondere soll überprüft werden inwieweit sich durch die gezielte Beeinflussung des Stofftransportes (u.a. durch Reaktorgestaltung bzw. definierte Biofilmdicken) eine Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeiten sowie eine Verbesserung der Prozessstabilität erreicht werden kann. |