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 Forschungsprofil

Die pharmazeutische Unterricht und die Ausbildung von Apothekern hat an der Hallenser Universität eine lange, bis ins 17. Jahrhundert zurückgehende Tradition (vgl. www.pharmazie.uni-halle.de/30jahre/). Insbesondere durch die enormen Fortschritte der Molekularbiologie, Biochemie und Pathobiochemie sowie Biotechnologie und die erweiterten Möglichkeiten einer Computer-unterstützten Arzneistofforschung hat sich die Pharmazie in den letzten Jahren zu einer biowissenschaftlichen und ausgesprochen interdisziplinären Fachrichtung entwickelt, die eine Integrationsfunktion zwischen den naturwissenschaftlichen Basiswissenschaften und der Medizin besitzt.

Gegenstand der Forschung und Lehre im Fachbereich Pharmazie ist das Arzneimittel in seiner Komplexität von der Synthese bzw. Biosynthese und Isolierung des Arzneistoffes aus biologischem Material, dem Computer-unterstützten Drug Design, der analytischen Bearbeitung, einschließlich der Erfassung des Arzneistoffes und seiner Metaboliten in biologischen Materialien, der galenischen Verarbeitung zum applizierbaren Arzneimittel, der Arzneimittelkontrolle, dem biopharmazeutischen Verhalten im menschlichen Organismus bis zu Problemen der Arzneimittelepidemiologie und -ökonomie.

Die Ausbildung wurde an die moderne Entwicklung der internationalen Pharmazie angepasst, um damit unseren Absolventen möglichst optimale Möglichkeiten bei der Besetzung von Stellen in der gesamten Breite der pharmazeutischen Tätigkeit (öffentliche Apotheke, Krankenhausapotheke, pharmazeutische Industrie, analytische Kontrolleinrichtungen, Verwaltung, Hochschulwesen und Forschungseinrichtungen) zu bieten. Diese Orientierung hat sich bisher bestens und nachweisbar bewährt. Gegenwärtig gehört der Fachbereich Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu den wenigen pharmazeutischen Hochschuleinrichtungen Deutschlands, an denen im Rahmen der gültigen Approbationsordnung aufgrund einer Diplomordnung (Ordnung zur Erlangung des akademischen Grades "Diplom-Pharmazeut bzw. Diplom-Pharmazeutin" im Studiengang Pharmazie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Fachbereich Pharmazie vom 13.10.1997) eine Diplomarbeit angefertigt werden kann.

Die Forschung wurde konsequent auf anspruchsvolle (Beurteilung durch Gutachter), interdisziplinäre und möglichst auch überregionale Projekte orientiert, wobei in Fortsetzung bestehender Traditionen auch eine Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie angestrebt wurde. Das manifestiert sich in der maßgeblichen Mitarbeit von Vertretern des Fachbereiches in zwei Sonderforschungsbereichen der DFG, einem Innovationskolleg, einem Graduiertenkolleg sowie zahlreichen weiteren Drittmittelprojekten, auch mit der pharmazeutischen Industrie.

 

Forschungsschwerpunkte:

  • Untersuchung der Wechselwirkung von potentiellen Arzneistoffen (Synthese, Isolierung, biotechnologische Gewinnung und Analytik) mit deren Targetstrukturen auf der Basis geeigneter Testsysteme und unter Einbeziehung eines Computer-unterstützten Drug Design
  • Auffinden und Charakterisierung neuer Targetstrukturen und Regulationsmechanismen, einschließlich pathobiochemischer und pathophysiologischer Prozesse, für die Entwicklung von Arzneistoffen
  • Mechanismen und Regulation der Biosynthese von Wirkstoffen auf molekularer, zellulärer und organismischer Ebene
  • Untersuchung des Verhaltens von Arzneistoffen im Organismus (Biotransformation, Transportprozesse, Pharmakokinetik) sowie Analytik von Arzneistoffen
  • Entwicklung und Charakterisierung von Applikationssystemen für Wirk- und Arzneistoffe (Arzneiformung)
  • Patientenorientierte pharmazeutische Forschung, Arzneimitteltherapie und therapeutisches Drug Monitoring


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